Arrived...

Arrived...

So ihr Lieben,

nachdem mir Dani ja schon die Floskel "The Eagle has landed" geklaut hat, muss ich mir was anderes einfallen lassen. Ich bin glücklich und schnell angekommen, hab´ mich doch getraut, einen Wagen zu leihen und hab´ mich dem Linksverkehr anvertraut. War sehr spannend und nicht so schwierig wie erwartet - zumindest, so lange man einen Pkw vor sich hat, dem man folgen kann.
Auf jeden Fall habe ich schon viel gelernt: Dass Mietwagenpreise sich ähnlich zusammensetzen wie die Tickets bei einem Billigflieger, das Markierungen mit Toll auf eine Mautstation hinweisen (zack, 6,50 Euro weg...), dass durchaus zwei Mautstationen hintereinander kommen können (zack, wieder 1,70 Euro weg) und dass an Fußgängerampeln nur blöde Deutsche stundenlang warten.

Erste Eindrücke: So wie man sich England vorstellt, schmale, hohe, einfache Reihenhäuser mit gewaltigen Kaminen; teilweise heruntergekommen aber mit dem typischen Charme. Die Wirtschaftskrise hat die Iren offensichtlich gewaltig erwischt, an zahlreichen Office-Gebäuden hängen Schilder mit "to let" - offensichtlich auch schon länger. Die typischen Business-Jungs mit Schlips und Jacket findet man genauso wie die teilweise recht jungen Bettler an der Straße. Essen: Reichlich teuer - ich habe ein nettes Lokal gesehen, in der die Pizza über 10 Euro kostet. Mal sehen, ob´s in der Altstadt heute abend günstiger wird.

Das Zimmer könnt ihr auf dem Bild im Anhang sehen: Hier vier Sterne, 15 qm und altenglisch eingerichtet. In D wären schon zwei Sterne mehr als angemessen. Aber wen stört´s, wenn die Concierge ein wirklich nettes Mädchen ist ...^^ (nicht rothaarig!) Die hat aber meine Sympathie verspielt, als sie entgeistert fragte, ob ich denn keinen "Umbrella" mit gebracht hätte? Der sei in Dublin zur Zeit das wichtigste Accessoire überhaupt ... Von wegen: Im zweiten Bild habt ihr einen Blick aus meinem Fenster: Schönstes, mitteleuropäisches Sommerwetter! Und das bleibt auch so (hoffentlich!)

Draußen tobt ein Mega-Häcksler und verursacht mir allmählich Kopfschmerzen, die ich gleich wohl mit ein oder zwei Pint irischem Bier bekämpfen muss - nachdem ich die Mails verschickt habe, die ich im Flieger geschrieben habe.
Jaaaah - ICH war fleissig ...^^

Schöne Grüße aus Dublin an Tag eins.
Wolfgang

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